Sydney Harbour National Park

Die größte Stadt Australiens hat über fünf Millionen Einwohner. Sie bedeckt eine Fläche von 12.138 Quadratkilometern. Dadurch fühlt man sich außerhalb der City wie in einer Kleinstadt, denn in den Stadtteilen überwiegen ein- bis zweistöckige Häuser. Viele Grünflächen werden gepflegt, darunter der große Botanische Garten. Der Hyde Park ist sozusagen unser Vorgarten geworden. Obendrein gibt es im Stadtgebiet einige Naturschutzgebiete.

https://de.sydney.com/

Nachdem wir nach Manly umgezogen sind, genießen wir es, morgens von Vögeln geweckt zu werden. Zwei Papageien wagen es sogar zum Fensterbrett.

Nach einem erfrischenden Bad im Ozean klettern wir von der Shelly Beach einen Felsenweg hoch in den Harbour National Park. Unten schäumt die Brandung. Wagemutige Surfer springen mit ihrem Brett vom letzten Felsen in die zurückflutenden Wellen, um dann flugs bäuchlings mit den Händen hinauszupaddeln. Dort warten sie auf eine Riesenwelle, mit der  sie auf den Strand zurücksurfen können.

Lizards sonnen sich auf den Steinen und braun-gelbe Schmetterlinge flattern vor uns her. Irgendwo muss sich der langnasige Bandicoot verstecken. Nachdem wir genügend gestiegen sind, laufen wir auf einem Pfad, der mit Gittern angelegt ist. Verkohlte Bäume erinnern an die Buschbrände, die es immer wieder gibt. Doch jetzt im (australischen) Herbst überwiegt der grüne Bewuchs.  Leider kennen wir die Pflanzen nicht: „Eastern Suburbs Banksia Scrub“. Die Blütenstöcke sehen aus wie braune Bürsten. Angesichts dieser Idylle mag man nicht glauben, dass hier am „North Head“ militärische Befestigungen waren wie das „North Fort“. Es wurde 1930 gebaut mit Bunkern, Tunneln und Artilleriestellungen. Vorher schon, ab etwa 1828 gab es hier  eine Quarantänestation. Mancher, der nicht mehr lebendig ins Land kam, ist auf dem „Third Quarantine Cemetery“ zwischen 1881 und 1925 begraben worden.

Es ist eigentlich skandalös dass die britischen Siedler ausgerechnet einen Platz so nutzten, der den Aborigines heilig war. Sie haben hier ihre Zeremonien abgehalten.

Wir werden von einigen Regenschauern überrascht, sodass wir Zuflucht in den „Barracks Precinct“ suchen und finden. Schöner ist es allerdings in dem „Bella Vista Café“,  wo man normalerweise einen schönen Ausblick auf die Skyline Sydneys hat. Jetzt ist alles wolkenverhangen.

Bald klart es wieder auf und wir gehen hinunter in die Stadt. Wir kommen an Mauern vorbei, die 1889 die katholische Kirche für einen Kardinalspalast bauen ließ. Zu ihrer Ehrenrettung sei  gesagt, dass der Kardinal sein fürstliches Anwesen mit dem St.Patrick Seminar teilen musste.  Etwas unterhalb liegt ein Krankenhaus, das wir hoffentlich nicht betreten müssen.

Manly erhielt seinen Namen durch den Befehlshaber der „First Fleet“. Captain Arthur Phillip war so beeindruckt vom Auftreten („manly behaviour“) der Tharawal, die seinen drei Booten beim ersten Treffen entgegen wateten, dass er die Stelle Manly Cove nannte.

https://www.manlyaustralia.com.au/

 

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