Der Vulkan Ruapehu

Eine besondere Attraktion Neuseelands sind die Vulkane, die etwa 300 km nördlich von Wellington liegen. Da das Wetter beständig gut bleibt, machen wir uns auf den Weg, genauer  gesagt auf die Nationalstraße Nr.1. Sie ist gut ausgebaut, sodass wir rasch die Großstadt hinter uns lassen. Der Verkehr nimmt nach anfänglichen Staus rapide ab. Bei Paraparaumu schauen wir auf das Meer mit der unbewohnten Insel Kapiti. Ungestört von Menschen soll sich dort die Natur entfalten können. Auf den Hügeln grasen Schafe, mitunter auch Kühe, ganz selten Pferde. Die Städte und Dörfer sind klein, bestehen meistens aus einstöckigen Häusern. In Bulls rasten wir. Die Leute haben dort am Eingang und Ausgang Standbilder von Bullen aufgestellt, die auf die Straße zu stürmen scheinen. Wir nehmen die Straße Nr. 3 nach Whanganui, einem idyllischen Städtchen am Fluss. Mit der Straße Nr. 4 gelangen wir nach Ohakune, dem Eingang zum Tongariro-Nationalpark. Er wurde schon 1887 eingerichtet und umfasst 79000 Hektar. Neben dem Tongariro, Ngauruhoe ist der Ruapehu der höchste Vulkan. Im Winter ist das ein Skigebiet. Eine Stichstraße führt in die Höhe. Unser Ziel ist aber eine Ansammlung von Lodges, die sich „Nationalpark-Village“ nennt. Von dort unternehmen wir schöne Wanderungen zu einem Wasserfall und hoffen, dass sich einmal der Ruapehu frei von Wolken zeigt. Für eine richtige alpine Besteigung sind wir weder vorbereitet noch ausgerüstet.

Der Ruapehu ist mit 2797 m der höchste Vulkan Neuseelands, der immer wieder ausbrechen kann. Die schlimmste Katastrophe mit 151 Toten verursachte 1953 eine Schlammlawine, bei der eine Eisenbahnbrücke einstürzte, als gerade ein Zug darüber fuhr. Die jüngsten starken Ausbrüche fanden 2007 statt. Sie wurden von einem Erdbeben unterstützt. Der Gas- und Ascheregen explodierte 5000 m hoch. In einem Informationszentrum bei Whakapapa sind entsprechende Fotos ausgestellt, dazu aber auch nützliche Informationen über die Flora und Fauna. Es fehlt nicht der Hinweis, dass man mit dem Kratersee respektvoll umgehen soll, da dieser den Maori heilig ist. Sie gelten noch immer als Hüter dieses Gebietes.

Zurück geht es dann auf der Straße Nr.47 zum Taupo See bei Turangi und von dort südwärts auf der Straße Nr.1 durch Wüste, Schluchten und über Berge nach Taihape. Glücklich erreichen wir nach drei Tagen die Hauptstadt wieder.

https://www.visitruapehu.com/things-to-see-and-do/tongariro-alpine-crossing/safety/

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