Leitungswasser

„Wasserknappheit ist eines der drängendsten ökologischen Probleme unserer Zeit, von dem viele Länder bedroht und bereits heute betroffen sind. Mehr als eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu ausreichendem und sauberem Wasser und mehr als zwei Milliarden verfügen über keinen Zugang zu angemessenen sanitären Einrichtungen.

Wasser ist eine Grundvoraussetzung allen Lebens auf der Erde und muss mit allen Lebewesen und der übrigen Schöpfung geteilt werden. Es ist richtig, die Stimme zu erheben und zu handeln, wenn das Leben spendende Wasser weltweit und systematisch gefährdet wird.“

Dass es ein christliches Wassernetzwerk gibt, war mir neu:

https://water.oikoumene.org/de.

Da geht es um große Anliegen. Ich habe heute ein kleines: Trinkt Wasser vom Wasserhahn. Es ist in Deutschland meistens gesünder als Flaschenwasser. Es brauchte einige Überzeugungsarbeit, bis wir Migranten überzeugen konnten, dass sie keine Plastikflaschenwasser kaufen müssen. Man spart Geld und Plastikmüll! Womöglich wird Mineralwasser ja noch aus weiter Ferne herangekarrt und verschlechtert die Ökobilanz..

Ich erinnere mich, wie mühsam wir in unserer afrikanischen Zeit Wasser filtern mussten, um es trinken zu können. Aus dem Hahn kam meistens nur eine Brühe, wenn man nicht sogar zum Fluss gehen musste. So ist es leider in den meisten Ländern dieser Welt. Also genieße ich das hiesige Trinkwasser.

Es ärgert mich aber, dass man in Bahnhöfen oder öffentlichen Brunnen meistens auf einem Schild liest „Kein Trinkwasser“. Warum ist das so? Stecken da Lebensmittelkonzerne wie Nestle dahinter, die ja andernorts schamlos Trinkwasser vermarkten?

Wäre es nicht ein Art „bedingungsloses Grundeinkommen im Kleinen“, wenn jeder an vielen Plätzen frei trinken könnte? Sollten wir nicht viel mehr gemeinschaftliche Anlagen bauen, die alle nutzen können?

Wenn mehr Trinkwasser aus der Leitung zur Verfügung steht, würde mancher wohl auch auf Softdrinks wie Coca Cola verzichten, die mit ihrem Zuckerwasser weniger Durst löschen als Übergewicht verursachen.

In Berlin hat sich eine Initiative vorgenommen, Trinkbrunnen zu fördern. Siehe www.atiptap.org. Das wäre ja auch etwas für kleine Städte und Dörfer.

Übrigens:

In Deutschland verbraucht jeder Mensch etwa 120 Liter Wasser pro Tag im Haushalt: beim Kochen, Putzen und Duschen, für die Toilettenspülung, die Wasch- und Spülmaschine. Doch insgesamt verbrauchen wir 33 Mal so viel Wasser am Tag, nämlich rund 4.000 Liter. Diese enorme Zahl beinhaltet den Wasserverbrauch für die Herstellung der Nahrungsmittel und Güter, die in Deutschland tagtäglich jede Person im Schnitt konsumiert. Diese Wassermenge heißt virtuelles Wasser, weil es nicht unmittelbar zu sehen ist. Verbraucht wird es dennoch, oft in den ohnehin wasserarmen Regionen der Erde. (BROT FÜR DIE WELT)

 

 

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Ein Kommentar zu „Leitungswasser

  1. Du hast volkommen Recht. In marocco, hatte ich in VIELE STÄDTE GESEHEN; ÖFFENTLICHE TRINKBRUNNEN,so müsste es bei uns nicht nur vor den alte Schloß in Stuttgart sein.

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